Gedankentreiben

Dieses Gedankentreiben im Kopf. Der innere Kritiker, der mir einhämmert, die Zeit liefe mir davon, einer seiner Hauptkritikpunkte.

Ich will meine Texte aufnehmen und auf CD brennen, damit ich diese dann kostenlos zum Buch abgeben kann bei Lesungen. Ich will Entspannungs-CDs produzieren. Ich will fotografieren, die Fotos sortieren, vergrößern und drucken lassen. Den Text eines meiner Bücher in ein E-Book konvertieren.

„Das wolltest Du doch alles.“ meldet sich der Kritiker in mir  zu Wort.

Ja, will ich alles, bereitet mir auch Spaß, heißt aber, ich sitze vorm PC, habe kaum Bewegung und fühle mich unwohl und gestresst.

Dem Kritiker in mir kann ich es selten Recht machen. Ich sollte mich mit ihm arrangieren, eine tragbare Lösung für uns beide finden. Das könnte bedeuten, er hält sich aus meinem Leben zunächst einmal raus, gibt mir aber deutlich zu verstehen, wenn es in eine unerwünschte Richtung geht. Das wäre ja schon mal etwas, was mir mehr Lockerheit ins Leben bringen würde.

In meinem Kopf denke ich oft in Aber-Sätzen: ich möchte schreiben, aber die Küche muss noch aufgeräumt werden. Ich möchte ins Fitness-Studio gehen, aber ich muss die Tagesnotiz fertigmachen. Solche Aber-Sätze wirken wie eine Bremse und halten die inneren Konflikte im Gange.

Wörter wie ‚obwohl‘ oder ‚trotzdem‘ treten in den Hintergrund, würden jedoch diesen Konflikt etwas entschärfen. So habe ich es ja einmal gelernt:

‚Obwohl‘ ich ins Studio möchte, gönne ich mir, diese Tagesnotiz zu schreiben.

So oder so ähnlich. Damit ich den Kopf wieder freischreiben kann.

Alles Gute für Euch

Rolf

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Schön, wenn ihr zu mir findet

Nun beginne ich auch auf meiner eigentlichen Homepage zu bloggen.  Manche Leser störte der Blogname ‘Laienautor‘.  Also habe ich beschlossen, zweigleisig zu fahren: ich schreibe sowohl auf dem einen wie auf dem anderen Blog. Was nicht heißen soll, dass die Blogeinträge identisch sein werden. Gerne verweise ich dabei auch auf meinen Ratgeber „Trocken. Was nun? – Wege in eine zufriedene Abstinenz„. Sicherlich können auch Auszüge aus diesem Buch interessant sein und ich werde das in meinen Blogeinträgen berücksichtigen.

Aber hauptsächlich will ich auf  meiner Homepage in unregelmäßigen Abständen mitteilen, was mir so im Kopf herumschwirrt und auf diese Weise meine Gedanken ‚freilassen‘, den Kopf freischreiben von Gedankenflut, von Blitzlichtern im Kopf. Auf die gleiche Weise entstanden meine Lesetexte, die zum Nachdenken anregen dürfen, aber auch das Schmunzeln nicht außer Acht lassen.

Meine freigelassenen Gedanken, niedergeschrieben in Kurzgeschichten, Glossen und Gedichte ermöglichen mir während einer Autorenlesung die Begegnung zum Leser. In meinem Buch „Freischreiben“ habe ich Texte, die so entstanden sind, zusammengetragen und unter der ISBN-10: 3745094352 veröffentlicht.

Da ich in Mannheim geboren bin und perfekt „Monnemerisch“ spreche, sind in „Freischreiben“ auch Gedichte und Prosa in diesem Dialekt zu finden, wie beispielsweise das Gedicht „Vun de Sunn“

Donn gucke mer mol, ob’s hiehaut. (Sehen wir mal, ob es funktioniert). Ich würde mich freuen, wenn ihr den Weg auf meine Homepage finden würdet.

Herzliche Grüße Rolf

 

 

 

 

„Laienautor“, weshalb ich mich so nenne

Eigentlich bin ich es ja leid, mich in sozialen Netzwerken oder in Foren erklären zu müssen, weil sich irgendjemand an dem Ausdruck ‚Laienautor‘ hochschaukelt. Trotzdem will ich meine Absicht hinter diesem Ausdruck nochmals verdeutlichen und zwar hier auf meinem Blog.

  1. Mein Blog heißt Laienautor, nicht Hobby-Schriftsteller. Ich betreibe das Schreiben nicht als Zeitvertreib. Ich war in den 80ern Mitglied der Werkstatt Mannheim im „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“. Da konnte ich einiges über Arbeit am Text lernen. Auch die Räuber77 in Mannheim sind mir nicht fremd, weil ich da auch für kurze Zeit mitwirkte. In örtlichen Schreibwerkstätten und Literaturkreisen bin ich auch aufgetaucht, an Lesebühnen wie die ‚Spätlese‘ im Felina-Theater nehme ich gerne teil. – Ich würde mich allerdings nie als Schriftsteller oder ähnliches bezeichnen. Ein Schriftsteller aus meiner Sicht lebt von seiner Schreibe. Er schreibt Bücher, die er verkauft, Drehbücher, Bühnenstücke und vieles mehr. Das alles tue ich nicht. Wenn ich von meiner Schreibe leben müsste, würde ich verhungern. Also bin ich Laie.
  2. Vielleicht nochmal etwas deutlicher an einem anderen Beispiel: in der Ecke meines Wohnzimmers steht eine Gitarre. Manchmal spiele ich darauf zum Zeitvertreib. Ich habe hier auch einen kleinen Verstärker. Manchmal schließe ich da ein Mikrofon an und singe da hinein. Meist Lieder in Mundart, die ich mal geschrieben habe. Das ist lustig, das kommt gut an. In der Familie, im Freundeskreis und als kleine Einlage auch mal in einer Lesung. – Ich kann kaum Noten lesen und nur ganz wenige Akkorde auf der Klampfe sicher greifen. Von der Technik habe ich absolut keine Ahnung. Ich würde mich also niemals als „Musiker“ bezeichnen und genauso wenig als „Laie“, weil ich mich mit dem „Handwerk des Musizierens“ niemals beschäftigt habe. Mit dem Schreiben allerdings schon.
  3. Ein ‚Laienprediger‘ beispielsweise muss zum einen in seiner Religion zuhause sein und etwas vom Predigen verstehen, sonst braucht er erst gar nicht anzufangen. Er ist also kein „Prediger zweiter Klasse“, sondern verdient damit lediglich kein Geld. Er ist Laie.

Ich nutze die Bezeichnung ‚Laienautor‘ also nicht für ‚fishing for compliments‘ oder weil ich etwas Nachsicht mit meinen Texten erwarte. Damit kann ich absolut nichts anfangen, weil sie mich beim Schreiben in keiner Weise weiterbringen. Das braucht man mir erst gar nicht zu unterstellen. Wie jeder, der schriebt, bin ich auf konstruktive Kritik angewiesen, nicht auf Verriss.

Ich hätte aber nie gedacht, dass man mir in sozialen Netzwerken oder Schreibforen allein aufgrund der Namensbezeichnung unlautere Absichten unterstellt, ohne überhaupt erst einen Text von mir gelesen zu haben.

Wer sich trotz allem daran stört, kann ja auch meine Homepage besuchen www.rolf-hoege.de

 

Das Blog hat die Führung übernommen

Sitze mal wieder vor dem PC und bearbeite die Tastatur. Ein neuer Eintrag für das Blog muss her, für dieses gefräßige, nimmersatte Ungeheuer.

Text will es fressen., täglich, regelmäßig. Seien es auch nur wenige Sätze, sie müssen in das Blog. Es war meine freie Entscheidung, täglich neuen Content zu produzieren. Jetzt hält es mich gefangen, das Ungeheur, mit dem ich mich konfrontierte und das mein Gehirn jeden Tag fordert.

Schreiben wollte ich. Schreiben muss ich.

Das Blog hat die Führung übernommen – auf seine ganz besondere „art“.

© rh