Du verstehst nicht,
weil du nicht verstehen willst –
betrachtest nicht,
weil du nicht sehen willst,
wirfst vor,
weil der Vorwurf
von dir ablenkt,
so bist du –
so und nicht anders –
Mensch.
(c) Rolf Höge
Du verstehst nicht,
weil du nicht verstehen willst –
betrachtest nicht,
weil du nicht sehen willst,
wirfst vor,
weil der Vorwurf
von dir ablenkt,
so bist du –
so und nicht anders –
Mensch.
(c) Rolf Höge
weit weg
von dir selbst
eiertanz und halligalli
rummel, festchen, tralala
auf geht‘s
glaub nur, das wärst du
und
gib dir selbst den namen
die sonne weicht dem herbst
und einsamkeit klopft
an die tür
schön
sich dort wieder zu finden /rh
wortlos abgewandt
gleicht wirksam
dem gebrüll
das den raum stiehlt
für sprache –
bis tränen ersticken
jeglichen sinn und vertrautheit
durchgelaufene sohlen
begründen den entsorgten schuh
abgelaufene zeiten
den vorwurf
im anschweigen
so leer
wie die seele schreit –
und muss doch schweigen
überall bist du
weggeschlossen
die wahrhaftigkeit
hinters herz verbannt
unspürbar gemacht
blassbunt
die welt bemalt
bis zur erschöpfung
illusion genährt
aufrecht stehend
still erkennend
der täuschung
süsser glanz
© Rolf Höge
Immer im Takt,
immer im Takt.
Bloß nicht taktlos,
ohne Takt
kein Rhythmus.
Rhythmisches Takten,
taktloser Rhythmus,
aus dem Rhythmus gebracht,
aus dem Takt geworfen –
erst vorgeworfen,
dann weggeworfen.
© Rolf Höge
dimm dich
strahlkräftiges lächeln
krümmt den rücken
positivgetöse
in ohren gebrüllt
raubt die stimme
tränenlos raumverdrängend
diese nebelworte
lebendig geht anders
auf dem klo
ist platz
fürs menschsein
(c) Rolf Höge
Gerne dürfen Sie auch meine Homepage besuchen http://www.rolf-hoege.de
kunsten
ein klein wenig
bisschen
und klein eben
kommt
kaum mehr
grosses raus
für dich
für mich schon /rh
erscheint die ferse
mir im verse
spür‘ ich wohl die reimreserve
brodelnd heiß in meinem kopf
klumpt zum wort-und-satz-eintopf
erschafft den fuß und auch den kuss
weil’s sich wieder reimen muss
(c) rh
Frieren
stumm
leer
leergefroren
stummgekühlt
gefühllos
ohne gegenwehr /rh

Text: Rolf Höge
Foto: Lutz Mager

Hohl und lächerlich klingt es, den Bezug zu sich selbst schon lange verloren. Den Wunsch nach Veränderung in der Trägheit erstickt, und die Ketten, die ihr spürt, haben Glieder aus Glas: leere Bierflaschen aneinandergereiht. / rh