Anderer Trainingsinhalt

Hab‘ Achtung
vor mir selbst gewonnen.

Hab‘ viel gereut
in letzter Zeit.

Hab‘ auch zu denken
nun begonnen.

Doch heut‘ –
trainier’ ich Fröhlichkeit.

(c) rh

Besuchen Sie doch auch mal meine Homepage. Dort finden Sie weitere Texte und Informationen zu meiner Autorenlesung.

Zur Mitte finden

du solltest

zu deiner mitte finden

in deiner mitte ruhen –

wie unlebendig –

nach links fallen

nach rechts rutschen

nicht ausweichen

ausbalancieren

kraftvoll

immer wieder

dort ist die mitte

(rh)

Und zu meiner Autorenlesung geht es hier: „Meine Schreibe…“

Frauenheld

Ich hab’ mal ein Gedicht geschrieben,
dabei mir oft das Kinn gerieben,
habe mal leis‘, mal laut gedacht,
mir einen Reim darauf gemacht.

Ich trug es vor in meiner Kammer
mit sattem Ton, ohne Gejammer.
Grad wie ein richt’ger Frauenheld
in einer fabulösen Welt!

Warum sich niemand dran gestört?
Ich war allein – und nicht gehört.

© rh

„Meine Schreibe…“

Einst wachte ich des Morgens auf

Einst wachte ich des Morgens auf,
Töpfe schlugen laut wie Glocken,
Füße tappten hin und her.
Mir war als wollt’ das Herz mir stocken:
die Brut kennt den Respekt nicht mehr!

So schrie ich auf, befahl die Stille:
merkt ihr nicht, dass ich noch schlafen will?

Verstummt sind heute all die Glocken,
einsam ist es

und so still.

© rh

Sollten Sie Interesse an einer Autorenlesung haben, dann informieren Sie sich über „Meine Schreibe…“

Die Parkbank

regenverschmutztes weiß

in milchigen schwaden

von blattlosen dornen

umhüllt –

ruhend

in der stille

bis zur neuen last

im frühjahr

© rh

Dieses Gedicht entstand im Spätherbst 2009 im Kurpark von Bad Dürkheim. Sollten Sie Interesse an einer Autorenlesung haben, dann besuchen Sie doch meine Homepage und erfahren Sie mehr über mich.

Was denkst du, sollte ich tun?

Was denkst du,
sollte ich tun,
wenn die Welt um mich herum
zu zerbrechen droht?

Was denkst du,
sollte ich tun,
wenn der Baum,
der mir seinen Schatten zuwarf,
gefällt am Boden liegt?

Was denkst du,
sollte ich tun,
wenn die Wärme der Sonne nicht ausreicht,
das Eis in ihren Herzen zu schmelzen?

Was denkst du,
sollte ich tun,
wenn die Kinder
mit den Fingern auf die Väter deuten?

Glaubst du
es bleibt mir noch Zeit,
zu entscheiden?

© rh

Besuchen Sie meine Homepage. Gerne führe ich auch in Ihren Räumlichkeiten eine Autorenlesung durch.

Disharmonie

Immer im Takt,

immer im Takt.

Bloß nicht taktlos,

ohne Takt

kein Rhythmus.

Rhythmisches Takten,

taktloser Rhythmus,

aus dem Rhythmus gebracht,

aus dem Takt geworfen –

erst vorgeworfen,

dann weggeworfen.

© rh

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