Nachgedanken zum DGB-Mai

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
ist er von Spaß und Lust besessen,
nicht nur die Stiefel im Gesicht,
nein, rasend schnell wird auch vergessen,
wer gekämpft, geblutet hat,
wir sind ja satt, so satt, so satt.

So wird aus einem Kampfgelag‘
mal schnell ein netter Ausflugstag,
mit Häppchen hier und Häppchen da,
denkt dran, wie es früher war!
mit Trallala, weil Text so fern,
ach, wir mögen das,
wir haben’s gern.

Und zwischen all den Kinderwagen,
entdeckt man Wolfgang, Frank und Ruth,
erinnert aus den alten Tagen
Brüder, ihren Kämpfermut.

Dort oben dann am Mikrofon –
fast mutete es wie später Hohn:
es macht wohl das Geschwätz doch satt,
und schafft das Essen her.
Und links, zwei, drei und links zwei drei,
und Trallala die Einheitsfront
spielt auf zum Tanz,
na bitte sehr,
Freiheit heißt nun Werkvertrag,
sei still!
wenn juckt‘s an diesem Tag,
wir grüßen Wolfgang, Frank und Ruth,
ja, sie funktionieren gut.

(c) Rolf Höge

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legt die blume auf die gräber

die
rote fahne
zeugt
vom
roten blut

die
rote nelke
blutet
nicht mehr

legt
die blume
besser
auf
die gräber

lasst
die toten
ihre
fahne schwenken
damit
sie
weiter lebt

© rh

Ein paar Gedanken zum 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“.
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